HISTORIE
Von der Zuckersiederei zum globalen Netzwerk an Wertschöpfung
Von 1826 bis in die Zukunft.
Von der kleinen Zuckersiederei in Tangermünde bis zum globalen Netzwerk: Die Geschichte von ZERTUS ist eine Geschichte von Visionen, die größer waren als die jeweilige Zeit — und von Menschen, die bereit waren, für sie einzustehen. Durch Krisen, Kriege und radikale Umbrüche hindurch wurde immer wieder neu begonnen, aufgebaut und gewachsen. Fast 200 Jahre unternehmerischer Überzeugung, die bis heute die DNA von ZERTUS prägen. Entdecken Sie die Geschichte im Detail.
1826–1865:
Eine Zuckersiederei im Herzen Tangermündes
1826 gründete Friedrich Theodor Meyer in Tangermünde eine kleine Zuckersiederei zur Raffination von Rohzucker. Trotz Widerständen und Rückschlägen gelang ihm der erfolgreiche Aufbau des Unternehmens. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1839 investierte er konsequent in den Wiederaufbau und in Innovationen, darunter die Umstellung auf die Verarbeitung von Rübenzucker. Bis 1865 entwickelte sich daraus ein erfolgreiches Familienunternehmen.
1865–1900:
Vom Handwerksbetrieb
zur Zuckerraffinerie
Die nächste Generation formte den Betrieb zu einem modernen Industrieunternehmen. Investitionen in Hafenanlagen, Eisenbahnanschlüsse und Logistik schufen die Grundlage für weiteres Wachstum. Innovation, starke Marken und unternehmerische Verantwortung wurden zu prägenden Erfolgsfaktoren, während erste internationale Handelsbeziehungen entstanden.
1900–1928:
Zucker & Schokolade
Das Unternehmen entwickelte sich zu einer der größten Zuckerraffinerien Europas und erweiterte sein Geschäft um Marmeladen- und Schokoladenproduktion. Marken wie Feodora entstanden. Trotz Kriegen, Inflation und mehreren Großbränden gelang es immer wieder, den Betrieb neu aufzubauen und weiterzuentwickeln.
1928–1948:
Krise, Diktatur und Krieg
Die Weltwirtschaftskrise, die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und der Zweite Weltkrieg prägten diese Jahre tiefgreifend. Das Unternehmen passte sich den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Kriegswirtschaft an und setzte – wie zahlreiche deutsche Industrieunternehmen – ausländische Zwangsarbeiter ein. Bombardierungen, Rohstoffknappheit und die Folgen des Krieges führten schließlich zu erheblichen Verlusten. Mit der Enteignung der Betriebe in der sowjetischen Besatzungszone endete 1948 die unternehmerische Tätigkeit der Familie Meyer in Tangermünde.
1948–1978:
Neuanfang in Hamburg
Mit Erfahrung, Netzwerken und den verbliebenen Vermögenswerten begann die Familie in Westdeutschland einen Neuanfang. Gemeinsam mit Partnern, unter anderem Hachez, wurde die Marke Feodora wiederbelebt. Gleichzeitig entwickelte Fr. Meyer's Sohn seine Logistikaktivitäten weiter und legte damit den Grundstein für nachhaltiges Wachstum.
1978–2000:
Vom Unternehmen
zur Unternehmensgruppe
Mit dem Wandel der Märkte diversifizierte sich das Unternehmen über das Schokoladengeschäft hinaus. Akquisitionen und neue Beteiligungen führten schrittweise zur Entwicklung einer breit aufgestellten Unternehmensgruppe mit den Schwerpunkten Marken, Handel und Dienstleistungen.
2000–2023:
Heimat starker Marken
Die Unternehmensgruppe trat in eine Phase strategischer Expansion ein. Der Erwerb starker Marken, die Internationalisierung und neue Geschäftsfelder stärkten das Portfolio und schärften den Fokus auf attraktive Wachstumsmärkte.
Seit 2024:
Auf dem Weg zum globalen Netzwerk
Mit neuen Strukturen, einer klaren Wachstumsstrategie und gezielten Investitionen entwickelt sich ZERTUS zu einem zunehmend globalen und unabhängigen Unternehmensverbund – mit wachsender Präsenz über Europa hinaus, insbesondere in Nord- und Lateinamerika. Verantwortung, Partnerschaften und nachhaltiges Wachstum bleiben dabei die Leitprinzipien.